Der Kölner liebt das Persönliche

Vor über 110 Jahren gründete der junge Bäckermeister Johann Heinrich  Pascher mit seiner 21-jährigen Frau Gertrud im Hause 165b der Dürener Straße das Café Pascher "mit Brot und Backwaren".
Das war noch zu Kaiser Wilhelms Zeiten. Die beiden jungen Leute waren so erfolgreich, dass sie bereits 1908 das 
Haus kaufen konnten, in dem sich noch heute in der vierten Generation das Café Pascher befindet.

Bis zum 2. Weltkrieg wuchs der Betrieb auf eine beachtliche Größe heran und erlangte eine Bekanntheit weit über Lindenthal hinaus. Ein zweites Geschäft wurde im Herzen der Stadt am Malzbüchel Nr. 4 eröffnet. Direkt nebenan lag der Heumarkt und die Großmarkthalle der Stadt, wo schon früh am Morgen das Leben pulsierte. Es gelingt den Paschers, auch unter den schwierigen Bedingungen des Krieges das Unternehmen zu erhalten.

Im April 1944 ist erst einmal Alles vorbei: Alliierte Bomber legen Köln und die Gasträume des Café Pascher in Schutt und Asche. Geblieben waren nur die Grundmauern der Backstube. Das Ehepaar Pascher mit ihren 8 Kindern Hans, Herrmann, Maria, Karl, Heinrich, Johanna, Peter und Elisabeth begannen schnell mit dem Wiederaufbau.
Die beiden Söhne Heinrich und Hans widmeten sich fortan dem Betrieb in der Backstube.

1948 wurde schräg gegenüber vom Stammhaus und nicht zerstörten  Backstube im Haus Dürener Str. 160 – 162 die erste Verkaufsstelle eröffnet. Am alten Platz wurde auf Trümmergrund des Stammhauses Dürener Str. 165 b mit viel Elan ein florierender Eisgarten gezaubert  - es war eine Marktlücke. Die Lindenthaler saßen in der warmen Jahreszeit draußen und genossen selbstgemachtes Eis von Konditormeister Heinrich Pascher. 

Der Eisgarten florierte viele Jahre, bis das Haus 165b wieder aufgebaut wurde und der jetzige Betrieb entstand.
Die Bäckereifiliale wurde aufgrund von Baumassnahmen  von 160 -162 auf die Dürener Str. 137 verlegt.
Bei diesem Standort blieb es dann 30 Jahre. Das Stammhaus mit Cafe und Konditorei expandierte so erfolgreich, dass Brot- und Brötchen nicht mehr ins Konzept passten. Mit Heinrich und Änny Pascher und ihren beiden Töchter Helgard und Renate haben sie den Familienbetrieb über viele Jahre zur Freude der Kundschaft mit Leben erfüllt. Dann erfolgte 1991 der unvermeidbare Generationswechsel und die „Jüngste“, Renate Mathesius-Pascher übernahm die alleinige Verantwortung. Mit Liebe zum Handwerk,  Bewahrung der Tradition der Konditorkunst, aber auch mit neuen Ideen und Sortimenten bleibt sie ihren Idealen Beste Qualität und Guter Service treu.
2016 wurde ein neuer Generationenwechsel vollzogen, denn fortan wird die Konditorei Pascher in 4.Generation
von Katrin Röllgen-Mathesius geführt.